„Hypnose ist die kunstvolle Präsentation und das Ergebnis von Suggestionen an das dominante Unterbewusstsein, welches diese unkritisch aufnimmt und ausführt.“ Ilja Grzeskowitz, Impromptu Hypnose, Seite 26)
Was ist Hypnose? Definitionen von Hypnose gibt es wohl so viele, wie es Hypnotiseure gibt. Aber auch, wenn Hypnose und die jeweilige Anwendung eine sehr idividuelle und persönliche Sache darstellt, ist besonders das Internet voller Halbwahrheiten, Fehlinformationen und teilweise sogar falschen Dingen. Dies liegt wohl auch daran, dass es viele Hypnotiseure gibt, die nach dem Besuch eines Wochenendkurses bereits mit Klienten arbeiten oder sogar andere Menschen in Hypnose unterrichten. Oftmals wird dann Hypnose ausschließlich auf einen entspannten Zustand reduziert, bei dem man die Augen geschlossen hat. Dabei ist und kann die hypnotische Trance so viel mehr. In diesem Artikel wollen wir daher ein wenig Licht ins Dunkel bringen und uns den Hintergründen, Einsatzgebieten und Möglichkeiten der Hypnose widmen.
Einsatzgebiete von Hypnose
- Therapie und Coaching: Veränderung von Verhaltensweisen, Glaubenssätzen und Konditionierungen im Unterbewusstsein
- Nichtraucher mit Hypnose - Raucherentwöhnung
- Nutzen unbewusster Potenziale - Schneller und nachhaltiger Lernen (Sprachen, Universität, Schule, Neues Wissen)
- Sporthypnose - Leistungssteigerung von Atlethen
- Schlank mit Hypnose - Gewichtsreduktion: Neue, gesunde Gewohnheiten auf unbewusster Ebene etablieren
- Zahnarzthypnose - Ohne Angst zum Zahnarzt, Hypnose statt Betäubung
- Hypnose im OP - Unterstützung bei der Anästhäsie und dem allgemeinen Heilungsprozess von Patienten
- Steigerung von Selbstbewusstsein, Leistungsfähigkeit und Ausstrahlung
- Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Immunsystems
- Showhypnose - Hypnose als Unterhaltung
Hypnose ist NICHT
- Schlaf
- Bewusstlosigkeit
- "Weg Sein"
- Nichts mehr von der Umwelt mitbekommen
- Dem Hypnotiseur ausgeliefert sein
- Magie, Zauberei oder Hokuspokus
- Etwas, dass der Hypnotiseur mit dem Hypnotee macht (es ist eher wie ein gemeinsamer Tanz der Beiden)
- Ein bestimmtes Hypnosegefühl, dass sich von der "Normalität" unterscheidet
- Entspannung (Dies ist eine häufige Begleiterscheinung, keinesfalls jedoch die eigentliche Hypnose)
Voraussetzungen für Hypnose
- Ein Hypnotiseur und ein Hypnotee
- Eine auf Vertrauen und Empathie beruhende Beziehung zwischen den Beiden
- Eine scharfe Wahrnehmung und hohe Flexibilität auf Seiten des Hypnotiseurs
- Der Hypnotee muss sich auf die Hypnose einlassen und mitmachen wollen
- Eine gewisses Maß an Vorstellungskraft und der Fähigkeit, sich zu konzentrieren
Definition und Geschichte der Hypnose
Es gibt eine Vielzahl an Literatur über Hypnose (der Großteil davon immer noch aus dem englischsprachigen Raum), tausende von Hypnotiseuren und immer mehr Menschen interessieren sich für dieses faszinierende Kommunikationswerkzeug, lernen Hypnose oder nutzen sie im Beruf, im Sport oder im Privatleben. Da sollte es doch eine allgemein gültige Übereinkunft geben, was genau Hypnose denn nun ist, oder? Gibt es aber nicht. Ganz im Gegenteil. Auf die Frage „Was ist Hypnose für dich?“ erhält man die unterschiedlichsten Antworten. Denn das Wort Hypnose ist eine so genannte Nominalisierung, also ein zu einem Substantiv verzerrtes Verb (NLPler wissen an dieser Stelle, wovon ich rede). Dies bedeutet, dass hinter dem Nomen Hypnose ein Prozess steht, der sprachlich getilgt wurde. Und dieser getilgte Prozess wird von jedem einzelnen Menschen mit seiner eigenen Bedeutung gefüllt.
Und dabei ist es egal, ob es sich um jemanden handelt, der mit Hypnose arbeitet oder nicht. Denn jeder Mensch hat irgendein bestimmtes geistiges Konzept im Kopf, was Hypnose ist und wie sie abläuft. Die typischen Antworten sind meist eine Variation der folgenden: Entspannung, auf ein Pendel schauen, eine monotone Stimme, Showhypnose, Menschen die mit Besenstielen tanzen, schläfrige Augen, „weg sein“, Kommunikation mit dem Unbewussten, hilft beim Rauchen aufhören, dem Hypnotiseur ausgeliefert sein, Schlaf, eine schwingende Taschenuhr, keine Kontrolle mehr haben, stechender Blick und vieles mehr.
Dass es eine Vielzahl von unterschiedlichen Vorstellungen gibt, ist wichtig zu verstehen, denn je mehr man in die Tiefen der Hypnose eintauchst und praktische Erfahrungen sammelst, desto mehr wird man wahrscheinlich feststellen, dass sein Verständnis von Hypnose von den allgemeinen Vorstellungen abweichen wird. Und doch ist ratsam, diese Vorstellungen zu akzeptieren und auch zu nutzen.
Doch zurück zur Frage „Was ist Hypnose?“. Obwohl die Wirksamkeit mittlerweile allgemein anerkannt ist und der Einsatz in Medizin, Therapie und Coaching aufgrund der schnellen, effizienten und nachhaltigen Anwendung in den letzten Jahren stark zugenommen hat, gibt es immer noch keine genaue oder gar wissenschaftlich fundierte Erklärung, was genau Hypnose denn nun ist. Mit fortschreitender Technik kann man zwar mittlerweise messen, dass es in Hypnose zu Veränderungen der Abläufe im Gehirn kommt, warum, wieso und unter welchen Umständen dies so ist, kann jedoch immer noch nicht genau erklärt werden.
Und so gibt es auch hunderte von verschiedenen Definitionen und Meinungen, die Literatur und das Internet sind voll davon. Der Großteil dieser Definitionen beschreibt Hypnose als eine bestimmte Art von Zustand und es wird hauptsächlich diskutiert, welcher Art dieser Zustand ist, also ein „erweiterter Bewusstseinszustand“, ein „Trancezustand“, ein „entspannter Zustand“ oder auch ein „schlafähnlicher Zustand“. Die andere Herangehensweise ist die Definition von Hypnose als ein Prozess, der zwischen dem Hypnotiseur und dem Hypnotee stattfindet und durch die kunstvolle Verwendung von Suggestionen in Kombination mit einem fokussierten Zustand verwirklicht wird. Die große Internetbibliothek Wikipedia verwendet sogar beide Ansätze in einer Definition:
„Hypnose ist [...] das Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance und [...] der Zustand der hypnotischen Trance. Trance wird nur im Sinne des Zustands gebraucht.“ Wikipedia
Aber obwohl sich die Definitionen und Ansichten im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt haben, so sind doch die praktische Anwendung und die hervorgerufenen Phänomene so gut wie gleich geblieben. Und das ist auch gut so. Denn ich muss nicht unbedingt wissen, wie der Diesel Motor meines Autos funktioniert, um sicher und bequem von Berlin nach München zu reisen zu können. Viel wichtiger sind dagegen meine Fahrkünste und dass ich weiß, wie ich das Auto bediene und steuere. Ich arbeite daher schon länger mit einem sehr praktikablen Modell von Hypnose, welches mir schon treue Dienste geleistet hat. Es ist leicht zu verstehen und anhand der wirklich einfachen Definition kann es in so gut wie jeder Situation angewendet und benutzt werden. Vorher möchte ich aber noch einige Ansichten der bekanntesten Hypnotiseure der Geschichte näher bringen, denn all diese Menschen haben eines gemeinsam: Sie haben große Erfolge in der Anwendung von Hypnose vorzuweisen und haben im Laufe ihres Lebens zehntausende Menschen hypnotisiert. Und das ist es, was für mich einen wirklichen Experten ausmacht, nämlich die praktische Erfahrung.
So war der Wegbereiter der modernen Hypnose und „Erfinder“ des von ihm so genannten animalischen Magnetismus, Franz Anton Mesmer (1734 – 1815) noch der Meinung, dass die heilende Kraft der Hypnose durch ein äußeres Feld (also eine externe Kraft) begründet sei, welches auf den Patienten wirke.
Erst mit dem schottischen Augenchirurg James Braid (1795 – 1860) änderte sich diese Sicht der Dinge grundlegend, als dieser eine Showvorführung des Magnetiseurs Charles LaFontaine besuchte. Dabei stellte der Skeptiker Braid fest, dass es sich bei dem beobachteten Augenlidflattern der Versuchspersonen keinesfalls um Schauspielerei handeln kann, sondern ein natürliches Phänomen sein muss, welches auf die Fixation der Augen (und die dadurch entstehende Müdigkeit) zurückzuführen ist. In eigenen Experimenten gelang es ihm, durch die Fixation von glänzenden Gegenständen seine Klienten in eine Art von Schlaf zu führen, denn er erst Neurypnologie (nervöser Schlaf) und später Hypnose nannte (vom griechischen Gott des Schlafes, Hypnos). Kurz vor seinem Tod wollte er diesen Begriff in Monoideaismus umbenennen (doch es war bereits zu spät, der Begriff Hypnose hatte sich bereits durchgesetzt), um die Fokussierung des Verstandes auf eine einzelne Idee hervorzuheben:
„Der tatsächliche Ursprung und die Essenz des hypnotischen Zustands ist das Induzieren einer Gewohnheit der Abstraktion oder mentalen Konzentration in denen – wie in Träumereien oder spontanen Ablenkungen – die Kräfte des Geistes so stark auf eine einzelne Idee oder einen einzelnen Gedanken vertieft sind, dass für einen gewissen Zeitraum sämtliche anderen Ideen, Gedanken oder Eindrücke dem Individuum nicht bewusst oder indifferent bewusst sind.“ James Braid
Diese Fokussierung auf eine einzelne Idee oder einen einzigen Gedanken, während alles andere ausgeblendet wird, ist entscheidend und für die Arbeit eines Hypnotiseurs sehr wichtig. Wenn in Hypnose z.Bsp. suggeriert wird, dass eine Hand am Stuhl festklebt, so kann dies durchaus wahrgenommen und auch durchaus als komisch empfunden werden. Da aber alle anderen Gedanken indifferent sind, ist die einzige Realität für diesen Moment, dass die Hand tatsächlich festgeklebt ist.
Der Gedanke, dass Hypnose hauptsächlich ein Prozess ist, der ausschließlich auf der Verwendung von Suggestionen beruht, stammt von Professor Hippolyte Bernheim (1837 – 1919), der zusammen mit Auguste Liébault (1823 – 1904) die berühmte Schule von Nancy begründete:
„[Hypnose ist] die Induktion einer bestimmten mentalen Verfassung, in der die Akzeptanz von Suggestionen erhöht ist [...] Es sind die Suggestionen, die Hypnose bestimmen“ H. Bernheim
Milton Hyland Erickson (1901 – 1980) ist wohl der bekannteste Hypnosetherapeut aller Zeiten, nachdem seine verwendeten Sprachmuster von Richard Bandler und John Grinder modelliert wurden und dadurch im so genannten „Milton Modell“ des Neuro Linguistischen Programmierens weltbekannt wurden. Über 50 Jahre experimentierte Erickson täglich mit Hypnose und entwickelte den permissiven und erlaubenden Stil bis zur Perfektion und hypnotisierte Menschen, ohne dass diese es überhaupt mitbekamen, nur durch das scheinbar belanglose erzählen von Geschichten und Metaphern. Was jedoch oft vergessen wird, ist die Tatsache, dass er ebenso ein Meister der Impromptu Hypnose war und als eigentlicher Erfinder der Handshake Induktion gilt. Es gibt sogar das Gerücht, dass er diese so oft angewendet hat, dass ihm zum Ende seiner Karriere niemand mehr die Hand schütteln wollte. Erickson arbeitete fast ausschließlich mit dem Unterbewusstsein eines Menschen, welches er als starken Verbündeten angesehen hat:
„Hypnose ist ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, welcher durch seine Empfänglichkeit für Ideen gekennzeichnet ist.“ Milton Erickson
Abschließend möchte ich noch eine der wohl am meisten zitierten Hypnose Definitionen anführen, die von dem berühmten Hypnotiseur Dave Elman (1900 – 1967) stammt. Elman ist so etwas wie der Vater der Schnellhypnose und die bekannte Elman Induktion wird von vielen Hypnotiseuren weltweit genutzt, da sie schnell und zuverlässig eine Hypnose einleitet. Doch dazu später mehr. Es ist bemerkenswert, dass die erste Herzoperation unter Hypnose anstelle von normaler Anästhesie (aufgrund der Unverträglichkeit des Patienten) von Studenten Elmans durchgeführt wurde, während er selbst als „Coach“ im OP anwesend war und beratend zur Seite stand. Dave Elman definiert Hypnose wie folgt:
„Hypnose ist ein mentaler Zustand, bei dem der kritische Faktor des Bewusstseins umgangen und selektives Denken etabliert wird.“ Dave Elman
Der kritische Faktor ist dabei ein bewusster Filter, der durch die Werte und Überzeugungen eines Menschen geprägt ist, und entscheidet, welche Informationen vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein gelangen sollen. Mit selektivem Denken meint Elman alles, was Menschen aus tiefster Überzeugung glauben, weil der Geist auf eine bestimmte Idee fokussiert ist. Praktisch bedeutet das nichts anderes, als dass die Suggestionen des Hypnotiseurs direkt in das Unterbewusstsein dringen können und ohne kritische Prüfung ausgeführt werden.
Dies hat Elman vor allem in seiner Arbeit mit Ärzten genutzt, die mit seiner Hilfe sehr erfolgreich mit Hilfe von Hypnose operiert und behandelt haben. Und genau dieses selektive Denken macht sich ein Hypnotiseur zu Nutze, wenn er die Realitäten seiner Hypnotees verändert. Und was sich jetzt vielleicht noch sehr dick aufgetragen anhört, ist es keinesfalls. Denn was genau ist das, was wir Realität nennen? Es ist das, was wir aus vollem Herzen glauben und das Resultat von verschiedenen Erfahrungen, die wiederum auf Glaubenssätzen beruhen.
So haben Menschen es Jahrhunderte lang als Realität angesehen (tief und fest geglaubt), dass die Erde eine Scheibe sei, bis ein italienischer Wissenschaftler Namens Galileo Galilei das Gegenteil behauptete und erste Zweifel an diesem Glauben säte. Ein weiteres Beispiel: Wenn 10 verschiedene Zeugen eines Bankraubes den Tathergang beschreiben sollen, dann erhält man meist 10 unterschiedliche Versionen ein und derselben Abfolge von Handlungen. Jeder hat auf etwas anderes geachtet und der Fokus des einen war auf die Waffe und der Fokus eines anderen auf die Bankangestellte gerichtet. Und doch ist jeder einzelne der 10 Menschen überzeugt, dass es sich bei seiner Geschichte um die Realität handelt. Und alle haben recht, denn jeder Mensch konstruiert sich seine eigene Realität. Jeden Tag aufs Neue. Und dieses Wissen nutzen wir in Hypnose aus, indem wir genau das ändern, was die Realität ausmacht, nämlich die Glaubenssätze
Obwohl all diese Definitionen der großen Hypnotiseure der Geschichte recht verschieden sind, so haben sie doch einige Dinge gemeinsam. So fällt auf, dass in keiner einzigen das Wort Schlaf oder Entspannung vorkommt. Und das liegt einzig und daran, dass Hypnose weder Schlaf ist, noch überhaupt Entspannung benötigt. Häufig geht Hypnose mit einer körperlichen und geistigen Entspannung einher (vor allem in der Hypnotherapie), notwendige Voraussetzung ist es jedoch nicht. Was die Definitionen hingegen gemeinsam haben ist die Fokussierung der Aufmerksamkeit und die Fixierung auf eine bestimmte Idee oder einen Gedanken und die Ausblendung aller kritischen Gedanken und anderer Umwelteinflüsse.
Wenn Du jemand hypnotisiert wird, ist das Ergebnis immer ein unkritisches Befolgen und Akzeptieren von Ideen, Suggestionen und Anweisungen, die vom Hypnotiseur gegeben werden! Die Aufmerksamkeit ist dabei so auf eine Suggestion fokussiert, dass sie für den Klienten zu seiner Realität wird. Dies liegt daran, dass alle Reaktionen unbewusst sind, denn das Unterbewusstsein ist während einer Hypnose der dominante Teil.
In Hypnose kommunizieren wir also direkt mit dem Unterbewusstsein, dem Teil des menschlichen Geistes, der für Kreativität und die Vorstellungskraft zuständig ist. Und aus diesem Grund ist auch der Einsatz in Therapie und Coaching so beliebt ist, da im Unterbewusstsein viele Probleme und Konditionierungen liegen, die auf bewusster Ebene nicht gelöst und abgestellt werden können. Wobei die Hypnose, wie ich sie anwende und Dir in diesem Buch zeigen werde, weder heilt, noch gesund macht, noch repariert. Sie verändert einfach. Und die Richtung, in die eine Veränderung geht, bestimmt der Hypnotiseur mit seiner Intention.
„Hypnose ist die kunstvolle Präsentation und das Ergebnis von Suggestionen an das dominante Unterbewusstsein, welches diese unkritisch aufnimmt und ausführt.“ Ilja Grzeskowitz
Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz ersichtlich ist, so fokussiert diese Definition sich vor allem auf die Beziehung zwischen dem Hypnotiseur und dem Klienten, sowie auf das Zusammentreffen von deren Intention und Erwartungshaltung. Und genau deshalb arbeite ich auch so gerne mit ihr, da sie einen hohen praktischen Nutzen hat, und sehr deutlich erkennen lässt, dass Hypnose mehr als nur Technik ist, nämlich das vertrauensvolle Zusammenspiel zweier Persönlichkeiten. Neben einem guten Rapport setzt sie auch den Willen des Klienten voraus, in Hypnose gehen zu wollen und sich auf den Hypnotiseur einzulassen. Denn schlussendlich leitet dieser nur an und präsentiert seine Suggestionen. Wenn dies jedoch kunstvoll und mit viel Empathie geschieht, dann wird die Vorstellungskraft und die Konzentration auf die von außen präsentierten Ideen so stark, dass der kritische Filter runter gefahren wird, und die Reaktionen ausschließlich unbewusst passieren. Das Ergebnis dieses Prozesses ist dann ein bestimmter und vor allem von Außen induzierter Zustand, in dem wir unterbewusste Verhaltensmuster, emotionale Konditionierungen und Glaubenssätze verändern. Hypnose ist also sowohl ein Zustand, wie auch der Prozess, um diesen Zustand hervorzurufen. Und dies geschieht, indem wir unsere Suggestionen auf eine Art und Weise präsentieren, dass diese unkritisch aufgenommen und ausgeführt werden.
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(Bei diesem Artikel handelt es sich um einen editierten und ergänzten Textauszug aus dem Buch Impromptu Hypnose, erschienen 2011 im mvg Verlag)
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